FAQs

Einreichstart

Anträge können seit 8. Juli 2020 gestellt werden.

Berechtigte Organisationen

Organisationen, die von der Corona-Krise betroffen sind und zu einer der folgenden Gruppen gehören:
  • Non-Profit-Organisationen, kurz: NPO – wie z.B. Sport-, Kultur- und Tierschutz-Vereine
  • Organisationen, denen nach landesgesetzlichen Vorschriften Aufgaben der Feuerwehr obliegen
  • Gesetzlich anerkannte Kirchen, Religionsgemeinschaften und Einrichtungen, denen auf Grund religionsrechtlicher Bestimmungen nach staatlichem Recht Rechtspersönlichkeit zukommt
  • Andere, auch gewinnorientierte Organisationen – vorausgesetzt, sie sind mehrheitlich im Eigentum einer der 3 oben genannten Organisationen und tragen durch ihre Tätigkeit zu deren Zweck bei.
  • Politische Parteien
  • Kapital- und Personen-Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum einer Gebietskörperschaft sind
  • Beaufsichtigte Rechtsträgerinnen und Rechtsträger des Finanzsektors – wie etwa Banken, Finanzierungs- und Versicherungs-Unternehmen, Wertpapier-Dienstleistungsunternehmen, Wertpapier-Unternehmen und Pensionskassen
  • Gewinnorientierte Organisationen, die nicht mehrheitlich Eigentum einer antragsberechtigten Organisation sind

Ja. Ist allerdings eine Gebietskörperschaft mit mehr als 50 % beteiligt, wird kein Zuschuss gewährt.

Die Organisation muss alle zumutbaren Maßnahmen setzen bzw. gesetzt haben, um jene Kosten zu senken, die mit dem Zuschuss abgedeckt werden sollen, zum Beispiel:
  • Ansuchen um Mietzins-Senkung, wenn die gemietete Räumlichkeit nicht zur Gänze genutzt werden kann.
  • Die Organisation muss bei den Kosten für Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung oder Schutzausrüstung darauf achten, dass die Preise angemessen sind.
Ja, wenn sie vor dem 10. März 2020 errichtet wurden.
Die Organisation ist zahlungsunfähig und/oder überschuldet im Sinne der Insolvenzordnung (§§ 66 und 67).
Ja, beide Organisationen können einen eigenen Antrag stellen.
Bitte beachten Sie dabei: Die Mehrheits-Eigentümerin oder der Mehrheits-Eigentümer muss auch den Antrag der Beteiligungs-Organisation unterschreiben.
Ja – vorausgesetzt, die Organisation hat ihren Sitz und setzt ihre Tätigkeiten in Österreich.
Nein, der Zuschuss kann auch an ein Konto einer Bank ausbezahlt werden, die ihren Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat hat.
Nein, gemeinnützige Wohnbaugesellschaften sind nicht antragsberechtigt, da ihre Gemeinnützigkeit auf einer eigenen Rechtsgrundlage basiert und nicht auf der Bundesabgabenordnung.
Die Gemeinnützigkeit ergibt sich etwa daraus, dass eine Organisation in ihren Statuten/Satzung einen als gemeinnützig oder mildtätig anerkannten Zweck festlegt. Ausschlaggebend für die Gemeinnützigkeit ist unter anderem auch, dass der Zweck der Allgemeinheit zu Gute kommt und unmittelbar und tatsächlich verfolgt wird. Die Organisation darf auch nicht auf Gewinn ausgerichtet sein.

Art und Höhe der Unterstützung

Einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Das bedeutet, dass die Organisation das Geld nicht zurückzahlen muss – vorausgesetzt, die Organisation erfüllt alle Bestimmungen der Richtlinie.
Der Zuschuss ist die Summe aus förderbaren Kosten und Struktursicherungsbeitrag, wenn diese Summe EUR 3.000,- nicht übersteigt.
Ist die Summe der förderbaren Kosten und des Struktursicherungsbeitrags höher als 3.000 Euro, erhalten Sie höchstens einen Zuschuss in Höhe des Einnahmen-Ausfalls. Die Beantragung des Struktursicherungsbeitrages bzw. die Einreichung förderbarer Kosten ist hierbei optional, d.h. es können auch nur förderbare Kosten (ohne Struktursicherungsbeitrag) oder nur der Struktursicherungsbeitrag (ohne förderbare Kosten) beantragt werden.
  • Im Normalfall: 7% der gesamten Einnahmen im Jahr 2019.
  • Wenn die Einnahmen 2019 ungewöhnlich niedrig waren: 7% der durchschnittlichen gesamten Einnahmen der Jahre 2018 und 2019.
  • Wenn es für das Jahr 2019 keine vollständigen Daten gibt, können die Einnahmen von 01.01. bis 31.05.2020 für das Kalenderjahr 2020 sachlich und begründet hochgerechnet werden, z. B. bei Neugründungen.
Bitte beachten Sie: Der Struktursicherungsbeitrag ist mit 120.000 Euro begrenzt.
Der Struktursicherungsbeitrag soll pauschal Kosten abgelten, die nicht unter die förderbaren Kosten fallen, wie z.B. Instandhaltungs- oder Wartungskosten oder auch Aufwandsentschädigungen.
Nein. Der Struktursicherungsbeitrag ist eine Pauschale. Es müssen keine Kosten nachgewiesen werden. Allerdings müssen die Einnahmen des vergangenen Jahres belegt werden können.
a. Normalfall: Differenz zwischen den Einnahmen der ersten 3 Quartale 2019 und den Einnahmen der ersten 3 Quartale 2020.
Beispiel:
  • Von 01.01. bis 30.09.2019 erwirtschaftete eine Organisation Einnahmen von 300.000 Euro.
  • Von 01.01. bis 30.09.2020 erwirtschaftet die Organisation wegen der Corona-Krise nur Einnahmen von 200.000 Euro.
  • Der Einnahmen-Ausfall beträgt daher 100.000 Euro.

b. Wenn die Einnahmen 2019 ungewöhnlich niedrig waren: Differenz zwischen den durchschnittlichen Einnahmen der ersten 3 Quartale 2018/2019 und den Einnahmen der ersten 3 Quartale 2020.
Beispiel:
  • Von 01.01. bis 30.09.2019 erwirtschaftete eine Organisation ungewöhnlich niedrige Einnahmen von 100.000 Euro. Daher will sie auch die Einnahmen 2018 miteinbeziehen:
  • Von 01.01. bis 30.09.2018 erwirtschaftete die Organisation nämlich noch Einnahmen von 300.000 Euro
  • Daraus ergeben sich für die Jahre 2018 und 2019 durchschnittliche Einnahmen von 200.000 Euro.
  • Von 01.01. bis 30.09.2020 erwirtschaftet die Organisation wegen der Corona-Krise nur Einnahmen von 50.000 Euro.
  • Der Einnahmen-Ausfall beträgt daher 150.000 Euro.

c. Wenn die antragstellende Organisation nach dem 01.01.2019 gegründet wurde: In diesem Fall gibt es keine oder nur unvollständige Daten für die ersten 3 Quartale 2019. Daher müssen die Einnahmen für die fehlenden Monate hochgerechnet oder geschätzt werden.
Ja. Es gilt:
  • Ist die Summe der förderbaren Kosten (inkl. Struktursicherungsbeitrag) höher als 3.000 Euro, erhält die Organisation höchstens den Einnahmen-Ausfall.
  • Jede Organisation erhält höchstens 2,4 Mio. Euro.
  • Verbundene Organisationen erhalten nur einmal höchstens 2,4 Mio. Euro, das heißt z.B. beantragen Mehrheits-Eigentümerinnen oder Mehrheits-Eigentümer und Beteiligungs-Organisation den Zuschuss, erhalten beide Organisationen insgesamt einen Zuschuss von höchstens 2,4 Mio. Euro.
  • Wenn die Organisation dem Beihilferecht unterliegt, gelten auch die jeweils gültigen beihilferechtlichen Obergrenzen. Das sind:
    - Im Falle der De-minimis-Verordnung EUR 200.000,- (bzw. EUR 100.000,- im Falle von Tätigkeiten im Straßengüterverkehr) an gesamten De-Minimis-Unterstützungsleistungen innerhalb des Organisationsverbunds innerhalb von drei Jahren
    - Im Falle des Temporären Rahmens EUR 800.000,- (bzw. EUR 120.000,- im Falle von Aquakultur, Land- und Forstwirtschaft) an gesamten Unterstützungsleistungen aus dem Temporären Rahmen (das sind jene besonderen Unterstützungsleistungen, die auf Grundlage des COVID-19 Beihilferahmens gewährt wurden)
Ja. Förderungen werden erst ab einem Betrag von 500,- Euro ausbezahlt.
Die Summe aus den förderbaren Kosten und dem Struktursicherungsbeitrag muss zumindest 500,- Euro ergeben, um eine Förderung erhalten zu können.
Nein – vorausgesetzt, die Organisation erfüllt alle Bestimmungen der Richtlinie.
Nein, der Struktursicherungsbeitrag kann auch allein beantragt werden.

Antragstellung, Auszahlung und Abrechnung

Im Internet auf der Website http://www.npo-fonds.at können Sie den Antrag nach einer Registrierung einreichen. Anträge auf Papier und Anträge per Mail können leider nicht entgegengenommen werden.
Der Antrag ist von jener Organisation einzureichen, bei der der förderungsrelevante Einnahmenausfall sowie die förderbaren Kosten anfallen. Es ist daher möglich, dass innerhalb einer Gruppe verbundener förderbarer Organisationen mehrere Anträge eingereicht werden, wobei in diesem Fall der maximale Förderbetrag (nach der zeitlichen Abfolge) insgesamt EUR 2,4 Mio beträgt.

Es ist nur ein Antrag pro Organisation bzw. Rechtsperson möglich, untergliederte „Sparten“ sind für sich genommen nicht separat antragsberechtigt.

Der Antrag ist ausschließlich in digitaler Form zugänglich. Dazu müssen Sie sich auf der Website http://www.npo-fonds.at unter dem Button „Registrieren“ und mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mail Adresse anmelden.
Bis zum 31.12.2020.
Bitte beachten Sie dabei: Wenn Sie den Antrag bis zum 30.09.2020 eingereicht haben, erhalten Sie einen Teil des Zuschusses direkt mit Antragstellung. Den Restbetrag erhalten Sie sodann nach der Abrechnung.

Nein, der Antrag selbst ist kostenlos.

Allerdings müssen Sie in bestimmten Fällen Ihre Angaben von einer Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung bestätigen lassen. Dadurch können Kosten anfallen. Diese Kosten können Sie in die förderbaren Kosten einrechnen – vorausgesetzt, sie sind angemessen.

  • Ein vertretungsbefugtes Organ (z.B.: Prokuristin oder Prokurist, Obfrau oder Obmann) der Organisation.
  • Wenn die Organisation im Mehrheitseigentum einer anderen antragsberechtigten Organisation ist: auch die Mehrheits-Eigentümerin oder der Mehrheits-Eigentümer.
  • In bestimmten Fällen: Unterschrift mit Stempel einer Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung.
Nur dann, wenn die antragstellende Organisation
  • einen Zuschuss von über 12.000 Euro beantragt,
  • im Jahr 2019 Einnahmen von über 120.000 Euro erzielt hat,
  • im letzten Geschäftsjahr mehr als 10 Arbeitskräfte beschäftigt hat (unselbstständig Beschäftigte und Personen mit freiem Dienstvertrag),
  • an anderen Rechtsträgerinnen und Rechtsträgern beteiligt ist,
  • mehrheitlich im Eigentum einer anderen antragsberechtigten Organisation ist,
  • oder
  • eine gesetzlich anerkannte Kirche, Religionsgemeinschaft oder Einrichtung, der auf Grund religionsrechtlicher Bestimmungen nach staatlichem Recht Rechtspersönlichkeit zukommt, ist.
  • Anträge bis zum 30. September 2020:
    • Zuschüsse bis 3.000 Euro: Auszahlung in voller Höhe innerhalb weniger Tage nach dem Antrag.
    • Zuschüsse von 3.000 bis 6.000 Euro: Auszahlung von 3.000 Euro innerhalb weniger Tage nach dem Antrag, Restbetrag nach Endabrechnung.
    • Zuschüsse über 6.000 Euro: Auszahlung von 50 % des Zuschusses innerhalb weniger Tage nach dem Antrag, Restbetrag nach Abrechnung ab dem 01.10.2020.
    Anträge ab 01.10.2020:
      Der Gesamte Zuschuss wird in der Regel innerhalb weniger Tage überwiesen. Wenn Rückfragen erforderlich sind, ist mit einer längeren Bearbeitungsdauer zu rechnen.

    Ja – und zwar zwischen 01.10.2020 und 31.12.2020.

    Bitte bedenken Sie:

    • Im Antrag können Einnahmen und Kosten teilweise nur geschätzt werden. Bei der Abrechnung müssen die tatsächlichen Einnahmen und Kosten angegeben werden.
    • Wenn keine Abrechnung eingereicht wird, muss der bereits ausbezahlte Betrag zurückgefordert werden.

    Nein. Denn bei Anträgen nach dem 30.09.2020 müssen schon bei der Antragstellung die tatsächlichen Einnahmen und Kosten angegeben werden. Ab 01.10.2020 fallen Antragstellung und Abrechnung zusammen.
    Die Abrechnung kann über www.npo-fonds.at (selber Zugang wie zur Antragstellung) gestellt werden.
  • Den Antrag vollständig ausfüllen, und zur Abrechnung erforderliche Angaben vervollständigen
  • den gültigen amtlichen Lichtbild-Ausweis (Reisepass, Führerschein, Personalausweis) der im Antrag genannten vertretungsbefugten Person hochladen,
  • darauf achten, dass die Unterschriften in Lichtbild-Ausweisen mit den Unterschriften auf dem Antragsformular und gegebenenfalls bei der gesonderten Abrechnung übereinstimmen,
  • wo nötig, Unterschrift und Stempel der Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung einholen.
  • Ja, der Antrag kann digital mit Handysignatur signiert oder ausgedruckt und händisch unterschrieben werden. Anschließend muss dieser hochgeladen und abgesendet werden. Dokumente (als PDF) können sie beispielsweise über www.a-trust.at digital signieren.
  • Eine Unterschrift fehlt – z. B. die der vertretungsbefugten Person, der Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung.
  • Der Stempel der Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung fehlt.
  • Der Lichtbild-Ausweis (Reisepass, Führerschein, Personalausweis) wurde nicht hochgeladen.
  • Am Lichtbild-Ausweis ist die Unterschrift nicht sichtbar.
  • Es wurde nicht der Lichtbild-Ausweis der im Antrag genannten vertretungsbefugten Person hochgeladen.
  • Die Unterschrift am Antragsformular und im Lichtbild-Ausweis stimmen nicht überein.
  • Im Antrag wurden fehlerhafte Daten angegeben, z.B. die Firmenbuchnummer ist nicht korrekt.
  • Zur Abrechnung erforderliche Angaben oder Unterlagen fehlen.
  • Unklare oder unvollständige Angaben zur Abrechnung.
  • Unterschriften müssen den Vereinsstatuten entsprechend geleistet werden, das heißt wenn in finanziellen Angelegenheiten zwei Vertreterinnen und Vertreter vorgesehen sind, müssen zwei Personen unterschreiben.
    Im Zuge der Abrechnung wird Ihnen in der elektronischen Einreichplattform angezeigt, welche Unterlagen vorzulegen sind. Dies können zum Beispiel sein: Mietvertrag, Kreditvertrag, Rechnungen, Einnahmen/Ausgabenrechnung, Zahlungsbestätigungen etc.
    Wenn sich zum Zeitpunkt der Abrechnung herausstellt, dass die Prognose/Schätzung für die förderbaren Kosten (für Anträge bis zum 30.09.2020) bzw. den Einnahmenausfall bei Antragstellung zu hoch war, wird der Zuschussbetrag entsprechend verringert und es kommt ggf. zu einer anteiligen Rückzahlung des Zuschusses, wobei der Rückforderungsbetrag mit 4% p.a. verzinst wird. Wenn sich zum Zeitpunkt der Abrechnung herausstellt, dass die Prognose/Schätzung für die förderbaren Kosten bzw. den Einnahmenausfall bei Antragstellung zu niedrig war, wird der Zuschussbetrag nicht erhöht, sondern mit dem Zuschussbetrag gemäß Antragstellung gedeckelt.

    Förderbare Kosten

  • Miete und Pacht (keine Ablösen)
  • Versicherungsprämien
  • Zinsen und Finanzierungskosten-Anteile von Leasing-Raten, wenn die zugrundeliegenden Verträge vor dem 10.03.2020 abgeschlossen wurden
  • Andere vertragliche Zahlungsverpflichtungen – vor allem Kosten für Buchhaltung, Lohnverrechnung, Jahresabschluss und Betriebskosten, jedoch keine Personalkosten
  • Kosten für die Bestätigung des Antrags durch die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung
  • Lizenzkosten
  • Kosten für Wasser, Energie, Telekommunikation und Reinigung
  • Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware, die mindestens 50 % ihres Wertes verloren hat
  • Unmittelbar durch die Corona-Krise verursachte Kosten, z. B. Schutzausrüstung/Corona-Tests oder Desinfektionsmittel, Ausrüstung für Home-Office, jedoch keine Personalkosten
  • Nicht geförderte Personalkosten von Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern nach dem Behinderteneinstellungsgesetz.
  • frustrierte Aufwendungen, die nachweislich einer Veranstaltung zugerechnet werden können, die aufgrund von gesetzlich oder behördlich gesetzten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht stattfinden konnte.
  • Ja, nur Kosten (frustrierte Aufwendungen) für aufgrund von behördlich oder gesetzlich gesetzten Maßnahmen abgesagte Veranstaltungen sind förderbar. Die Verschiebung einer Veranstaltung ist in diesem Zusammenhang wie eine Absage und Neudurchführung zu werten.
    Ja – die angefallenen Kosten
    • müssen betriebsnotwendig sein und
    • zwischen dem 01.04. und dem 30.09.2020 angefallen sein.
    Ausnahmen:
    • Direkt durch die Corona-Krise notwendig gewordene Kosten dürfen bereits ab 10.03. bis 30.09.2020 angefallen sein, z. B. Schutzausrüstung oder Desinfektionsmittel
    • Kosten für frustrierte Aufwendungen, die nachweislich einer Veranstaltung zugerechnet werden können, die aufgrund von gesetzlich oder behördlich gesetzten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht stattfinden konnte, müssen vor dem 10.3. entstanden sein (d.h. die Zahlungsverpflichtung wurde vor dem 10.3.2020 eingegangen, wobei die Rechnung ein späteres Datum aufweisen kann).
    • Nicht gefördert werden Kosten, die durch andere Förderungen oder Versicherungsleistungen abgedeckt wurden oder werden sowie Zahlungen zwischen verbundenen Organisationen (d.h. der Adressat der Rechnung des externen Vertragspartners muss jedenfalls die antragstellende Organisation selbst sein).
    • Grundsätzlich: Kosten, die im 2. und 3. Quartal 2020 angefallen sind – also von 01.04. bis 30.09.2020.
    • Ausnahmen: Kosten, die durch die Corona-Krise entstanden sind, werden bereits ab 10.03.2020 gefördert, z. B. Schutzausrüstung oder Desinfektionsmittel. Frustrierte Aufwendungen für abgesagte Veranstaltungen müssen vor dem 10.3. entstanden sein.
    Ware, die nur in einem bestimmten Zeitraum des Jahres verfügbar ist oder besonders nachgefragt wird – z. B. Frühlings- oder Sommerware. Dienstleistungen fallen jedenfalls nicht unter „saisonale Ware“.
    Ware, bei der das Haltbarkeits- oder Verfall-Datum abgelaufen ist, – und die daher nicht mehr verkäuflich ist.
    • Investitionen
    • Instandhaltungskosten
    • Personalkosten (Ausnahme: Personen nach Behinderteneinstellungsgesetz)
    • Zinsen und Finanzierungskosten-Anteile von Leasing-Raten, deren zugrundeliegender Vertrag nach dem 09.03.2020 abgeschlossen wurde
    • Kosten, die vor dem 01.04. angefallen sind; Ausnahme: direkt durch die Corona-Krise notwendig gewordene Kosten dürfen bereits ab dem 10.03.2020 angefallen sein; frustrierte Aufwendung für abgesagte Veranstaltungen dürfen bis zum 9.3.2020 entstanden sein
    • Kosten, die nach dem 30.09.2020 anfallen
    • Kosten, die der Schadensminderungs-Pflicht entgegenstehen, z. B. Kosten für die Bestätigung der Steuerberatung, die nicht dem angemessenen Marktpreis entsprechen
    • Nicht betriebsnotwendige Kosten
    • Kosten, die durch Versicherungen oder andere Förderungen bereits abgedeckt worden sind oder noch abgedeckt werden
    • Tilgungsraten im Rahmen der Rückzahlung von Krediten – hier können nur die Zinsen gefördert werden
    Diese Kosten können aliquot für den Betrachtungszeitraum 01.04. bis 30.09.2020 angesetzt werden.
    Ja. Die tatsächlichen Leistungen der Versicherung müssen spätestens bei der Abrechnung angegeben werden – also spätestens am 31.12.2020.
    Nein. Beim Antrag muss der Wertverlust nur geschätzt werden. Der tatsächliche Wertverlust muss erst bei der Abrechnung angegeben werden.
    Diese Kosten sind durch den Zuschuss gedeckt, wenn sie marktüblichen Preisen entsprechen. Marktübliche Preise können mittels Vergleichsangeboten nachgewiesen werden (Schadensminderungs-Pflicht).
    Keine. Ausnahme: Der nicht anders geförderte Anteil der Personalkosten von Personen nach dem Behinderteneinstellungsgesetz.
    Ja, wenn sie eindeutig dem Zweck der Organisation zuzurechnen sind.
    Bei Einnahmen-Ausgaben rechnenden Organisationen können die förderbaren Kosten nach dem Zu- und Abfluss-Prinzip erfasst werden, wenn das nicht zu willkürlichen zeitlichen Verschiebungen führt. Spezialfall: Kosten für Veranstaltungen, die aufgrund behördlicher Maßnahmen abgesagt werden mussten (frustrierte Aufwendungen) müssen vor dem 10.03.2020 entstanden sein.
    Sofern es sich um eine vorsteuerabzugsberechtigte Organisation handelt, sind nur die Netto-Beträge förderbar. Bei einer Organisation, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist und die Umsatzsteuer selbst und endgültig trägt, können die Brutto-Beträge gefördert werden.
    Bei der Förderbarkeit der Kosten wird nicht unterschieden, ob diese durch eine wirtschaftliche oder nicht wirtschaftliche Tätigkeit der antragstellenden Organisation entstanden sind. Es gelten jedoch ggf. unterschiedliche Rechtsgrundlagen für die Förderung.

    Einnahmen

    Einnahmen sind zum Beispiel:
    • Mitgliedsbeiträge
    • Subventionen und Förderungen der öffentlichen Hand
    • Spenden
    • Leistungsentgelte
    • Entgelte aus dem Verkauf von Waren

    Nicht als Einnahmen gelten insbesondere Darlehens- und Kreditaufnahmen, Verkauf von Anlagevermögen sowie Zahlungen von verbundenen Organisationen. Dieser Einnahmenbegriff der Richtlinie gilt auch dann, wenn in der Buchhaltung der Organisation die Einnahmen zum Beispiel als „Erlöse“ dargestellt werden.

    Die zeitliche Zuordnung der Einnahmen erfolgt nach den Regeln der jeweiligen Buchhaltung der antragstellenden Organisation, d.h. bei Einnahmen/Ausgabenrechnern zählt das Datum des Zuflusses, bei einer doppelten Buchhaltung der Zeitpunkt der Rechnungslegung. Es darf nicht zu willkürlichen Verschiebungen kommen.

    Zu den Einnahmen zählen jeweils die gesamten Einnahmen der Rechtsperson, auch wenn diese z.B. aus einer wirtschaftlichen Tätigkeit entstanden sind.

    Einnahmen haben in zweierlei Hinsicht Auswirkung auf die Höhe des Zuschusses:

    1. Bei förderbaren Kosten über 3.000 Euro ist der Zuschuss mit der Höhe des Einnahmen-Ausfalls begrenzt.
    2. Die Einnahmen 2019 sind Berechnungsgrundlage für den Struktursicherungsbeitrag.

    Ausnahmen:

  • Organisationen mit ungewöhnlich niedrigen Einnahmen im Jahr 2019 können die Werte aus dem Jahr 2018 in die Berechnung miteinbeziehen.
  • Organisationen, die nach dem 01.01.2019 gegründet wurden, können hochgerechnete oder geschätzte Werte angeben.
  • Nein, Darlehen und Kredite sind nicht Teil der Einnahmen.
    • Bei Anträgen bis zum 30.09.2020: Ja, weil die tatsächlichen Kosten und Einnahmen noch nicht vollständig bekannt sind.
    • Bei Anträgen ab dem 01.10.2020: Nein, hier müssen bereits die tatsächlichen Kosten und Einnahmen angegeben werden.
    Leider nein. Denn der Einnahmen-Ausfall im Jahr 2020 kann nur im Vergleich zum Vorjahr bzw. zu den beiden Vorjahren ermittelt werden.
    Nein, Darlehen und Kredite können dabei nicht eingerechnet werden.

    Sonstige Fragen

    Wenn dieselben Kosten durch 2 unterschiedliche Förderungen abgedeckt werden. Das widerspricht den Bestimmungen des Europäischen Beihilfenrechts und ist somit nicht erlaubt.
    Die Richtlinie des NPO- Fonds schließt eine Antragstellung bei anderen COVID-19 Hilfsprogrammen nicht automatisch aus, wobei die förderbaren Kosten nicht doppelt gefördert werden dürfen. Die Antragsberechtigung bei anderen Hilfsprogrammen ist aber nach den jeweils dortigen Rechtsgrundlagen zu beurteilen. Im Fall des Fixkosten-Zuschusses: Organisationen, die im NPO-Fonds antragsberechtigt sind, können keinen Fixkostenzuschuss bei „FinanzOnline“ beantragen.
    Die Inanspruchnahme des Kurzarbeits-Modells ist nicht schädlich für die Antragsberechtigung einer Organisation im Rahmen des NPO-Fonds. Die förderbaren Kosten überschneiden sich nicht mit den Kosten, die durch den Zuschuss zur Kurzarbeit abgedeckt werden. Der Zuschuss zur Kurzarbeit gilt aber – wie alle anderen Förderungen der öffentlichen Hand – als Einnahme.
    • Ablehnung des Antrags
    • Rückforderung des Zuschusses
    • Strafrechtliche Konsequenzen
    • Mehrjähriger Ausschluss von allen Förderungen des Bundes
    Die Organisation kann den Antrag selbst einreichen. In bestimmten Fällen muss der Antrag jedoch von einer Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung unterzeichnet werden.

    • Wenn ein Rückzahlungs-Tatbestand vorliegt oder eintritt, muss die Förderung zurückgezahlt werden (§ 15 der Richtlinie)
    • Die tatsächlichen förderbaren Kosten und Einnahmen müssen zwischen 01.10.2020 und 31.12.2020 abgerechnet werden (§ 19 der Richtlinie),
    • Werden weitere öffentliche Finanzhilfen im Rahmen der Corona-Krise beantragt, muss in allen Anträgen der Zuschuss aus dem NPO-Unterstützungsfonds angegeben werden (§ 13 der Richtlinie).
    • Die Organisation verpflichtet sich, in Zusammenhang mit der Förderung Auskünfte zu erteilen, Einsicht in Bücher und Belege zu gewähren und alle Unterlagen aufzubewahren – und zwar bis zum Ablauf von 7 Jahren nach Ende jenes Kalenderjahres, in dem die gesamte Förderung ausbezahlt wurde.

    Insbesondere übernimmt die Organisation folgende Verpflichtungen (§ 14 der Richtlinie):

    • Arbeitsplätze: Die antragstellende Organisation nimmt besonderen Bedacht auf den Erhalt der Arbeitsplätze, z. B. durch Kurzarbeit.
    • Einnahmen: Es werden alle zumutbaren Maßnahmen gesetzt, um Einnahmen zu erzielen.
    • Vergütungen: Es werden im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten ab sofort Organen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wesentlichen Erfüllungsgehilfinnen und -gehilfen der antragstellenden Organisation keine unangemessenen Entgelte, Entgelt-Bestandteile oder andere Zuwendungen gezahlt.
    • Rücklagen: Es werden keine Rücklagen aufgelöst, um den Bilanzgewinn zu erhöhen.
    • Aktien: Die Förderung wird nicht genutzt, um eigene Aktien zurückzukaufen.
    • Boni: Die Förderung wird nicht für Bonuszahlungen an Vorstände und Vorständinnen, Geschäftsführerinnen oder Geschäftsführer genutzt. Im Jahr 2020 werden Vorständinnen und Vorständen, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern höchstens 50 % der Boni des vorangegangenen Wirtschaftsjahres bezahlt.
    • Änderungen: Die Organisation meldet sofort, wenn sich Verhältnisse ändern, die für den Erhalt dieser Förderung maßgeblich sind.

    Nein, eine „Nachbesserung“ des Antrags ist leider nicht möglich, so dass die beantragte Förderung bei/mit der Abrechnung insgesamt nicht erhöht werden kann. Allerdings können sich innerhalb der einzelnen Kostenkategorien Verschiebungen ergeben.
    Sowohl die aws als auch das zuständige Finanzamt bei einer Prüfung. Allerdings ist es zu empfehlen, die Anpassung der Satzung jedenfalls in die Wege zu leiten, wenn Mängel bestehen.

    Beihilferecht

    Für die Beurteilung der beihilfenrechtlichen Relevanz ist es ausschlaggebend herauszufinden, ob die antragstellende Organisation eine wirtschaftliche Tätigkeit verfolgt. Weiters ist von Bedeutung, ob die wirtschaftliche Tätigkeit in Hinblick auf den Zuschuss geeignet ist, den Handel zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu beeinträchtigen und den wirtschaftlichen Wettbewerb zu verfälschen. Wenn dem so ist, unterliegt die antragstellende Organisation dem sog. Europäischen Beihilferecht, was bedeutet, dass es bestimmte Einschränkungen in Bezug auf die Förderung gibt.
    Unter wirtschaftlicher Tätigkeit ist jede Tätigkeit zu verstehen, die darin besteht, Waren oder Dienstleistungen zum Verkauf anzubieten. Zum Beispiel:
    • Verkauf von Eintrittskarten
    • Vermietung von Räumlichkeiten
    • Betrieb einer Vereinskantine
    • Entgeltliche Vorträge
    Die Frage kann in folgenden beispielhaften Fällen verneint werden:
    • Vereine mit überwiegend lokalem Einzugsgebiet, die kaum für Kunden/Kundinnen oder Investitionen aus anderen Mitgliedstaaten von Interesse sind
    • kulturelle Veranstaltungen und kulturelle Einrichtungen mit wirtschaftlichen Tätigkeiten von nur überwiegend lokaler und regionaler Nutzung und Auswirkung
    • Freiwillige Feuerwehren und gesetzlich anerkannte Glaubensgemeinschaften mit überwiegend lokalem Wirkungsbereich
    Nähere Informationen finden Sie in der Bekanntmachung der Kommission zum Begriff der staatlichen Beihilfe im Sinne des Artikels 107 Absatz 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (2016/C 262/01) Punkt 6.
    Bitte beachten Sie zu diesem Thema das diesbezügliche Merkblatt.